Bei der gesetzlichen Erbfolge geht es nicht um die biologische, sondern die rechtliche Vaterschaft. Dies hat das OLG Rostock in seiner Entscheidung vom 31.07.2019, Az. 3 W 33/19, klargestellt. Im entschiedenen Fall hatte eine Frau einen Erbschein nach gesetzlicher Erbfolge mit der Begründung, sie sei die Tochter des Verstorbenen, beantragt. Als Beweis legte sie einen entsprechenden Beschluss des Familiengerichts vor. Die anderen Beteiligten des Verfahrens wollten verhindern, dass die Frau bei der gesetzlichen Erbfolge einbezogen wird und behaupteten, der Vater sie nicht ihr biologischer Vater. Dieser Einwand blieb jedoch erfolglos: Nach der Entscheidung des OLG kommt es bei der gesetzlichen Erbfolge allein auf die rechtliche, nicht die biologische Vaterschaft an. Die Entscheidung des Familiengerichts wirkt sich auch auf das Verfahren beim Nachlass aus, denn dieses ist zuständig, wenn es darum geht, eine Vaterschaft rechtskräftig festzustellen. Das Nachlassgericht ist daher an den Beschluss des Familiengerichts gebunden.